Kommentare

Ich habe nie geglaubt, daß literaturwissenschaftliche Arbeiten, wenn sie sich denn intensiv mit den ästhetischen Strukturen literarischer Werke auseinander setzen, auf Befremden, Unverständnis oder gar Ablehnung seitens der Autoren treffen müssen. Aus diesem Grunde habe ich seit Abschluß meiner Dissertation über autobiographisches Erzählen im 20. Jahrhundert stets den Kontakt gesucht zu jenen Autorinnen und Autoren, deren literarisches Werk eine wichtige Rolle in meinen Publikationen spielte. So ergaben sich Briefwechsel mit Peter Härtling, Brigitte Kronauer, W.G. Sebald, Dieter Schlesak, Wilhelm Genazino, Dieter Wellershoff und Urs Widmer, aber auch mit dem Anglisten Wolfgang Iser, dessen Fiktionstheorie elementarer Baustein meiner theoretischen Bemühungen geworden ist, Literatur in nicht normativer Weise zu beschreiben und zu definieren. Im Rahmen meiner Korrespondenz mit Autoren und Autorinnen spielt Birgit Vanderbeke eine besondere Rolle. Denn sie war es, die in einem fleißigen E-Mail-Verkehr zwischen Südfrankreich und dem Münsterland den Entstehungsprozeß meines Essays über die Liebe in der Literatur seit Goethe in kritisch-konstruktiver Weise begleitet hat.

Im weiteren finden Sie kurze erläuternde Skizzen meiner bislang wichtigsten literaturwissenschaftlichen Veröffentlichungen, ergänzt durch Auszüge aus Besprechungen, die in verschiedenen Fachzeitschriften und Zeitungen erschienen sind. Und schließlich zitiere ich auch aus den verschiedenen Briefwechseln mit den genannten Autorinnen und Autoren: Stellungnahmen und Kommentare, die sich ausschließlich auf meine jeweilige Lesart ihrer Werke beziehen. Selbstverständlich werde ich diese Auflistung von Zeit zu Zeit auf den neuesten Stand bringen.

Theodor Fontanes Romanwelt. Eine Annäherung in Wort und Bild

Oliver Sill: Theodor Fontanes Romanwelt. Eine Annäherung in Wort und Bild, Münster: Monsenstein und Vannerdat 2013, 121 S.

Theodor Fontanes Romanwelt - das sind insgesamt siebzehn Romane und Novellen, entstanden in nur zwanzig Jahren zwischen 1878 und 1898. In ihnen entwirft Fontane ein monumentales Panorama der wilhelminischen Gesellschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dabei bedient er sich immer wieder bestimmter ästhetischer Darstellungsformen, um sein zentrales Anliegen in Form fiktiver Geschichten zu gestalten: den Zusammenhang von Schuld und Strafe vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Normen und Konventionen. Die Annäherung an Fontanes Romanwelt erfolgt auf drei Ebenen: Im Vordergrund stehen literaturwissenschaftliche Erläuterungen zur Erzählkunst Theodor Fontanes. Längere Textpassagen, dem Werk Fontanes entnommen, dienen nicht nur als Belegstellen, sondern verdeutlichen auch, wie es Fontane gelingt, eine bestimmte Atmosphäre sprachlich zu erzeugen. Und schließlich dienen die eingeflochtenen Fotografien dazu, die atmosphärische Dimension dieser Romane und Novellen nochmals zu unterstreichen.

"Man liest hier viele originelle Beobachtungen; so über die Gegenwärtigkeit des Utopischen, selbst wenn Fontane den Verfall andeutet, über den Einfluss der Dialoge und des Ausbleibens von Dialogen (das Effi erleiden muss) oder über Fontanes Hochachtung für die biblischen Gestalten Eva und Magdalena."
Martin Lowsky, in: Mitteilungen der Theodor Fontane Gesellschaft, Nr. 44 - Juni 2013.


Das unentdeckte Land. Todesbilder in der Literatur der Gegenwart

Oliver Sill: Das unentdeckte Land. Todesbilder in der Literatur der Gegenwart, Aisthesis Verlag, Bielefeld 2011, 186 S.
Es gehört schon zu den Gemeinplätzen, daß die christlich geprägten Todesbilder und Jenseitsvorstellungen ihre Verbindlichkeit in der Moderne weitgehend eingebüßt haben. Doch was bedeutet dies mit Blick auf die Literatur? Wie wird der Tod in der Literatur der Gegenwart thematisiert? Und wie reagiert die zeitgenössische Literatur auf den Sachverhalt, daß sämtliche Gewißheiten in der Rede über den Tod verloren gegangen sind? Die Literatur bietet vorläufige Antworten auf definitiv nicht zu beantwortende Fragen im Modus der Fiktion, indem sie das Wissen um die Endlichkeit und Sterblichkeit des Menschen einbindet in das Erzählen von Geschichten. Und sie tut dies mit großem Erfolg. Denn die besprochenen Texte von Cees Nooteboom und Philip Roth, von John Berger und Dieter Wellershoff, von Antonio Tabucchi, W.G. Sebald, Urs Widmer und Judith Hermann gehören zu den meist beachtetsten Publikumserfolgen der letzten Jahre. Auf der Homepage des Aisthesis Verlags findet sich eine Leseprobe: www.aisthesis.de

"Ich habe nun Ihre so kluge und sorgfältige Studie über meine [...] Bücher gelesen. Ich danke Ihnen sehr. Sie haben einen sehr aufmerksamen Blick auf Text und Subtext."
Urs Widmer, Brief vom 18. November 2010

„Ich war überrascht, dass Sie mir eine Interpretation meiner Novelle Zikadengeschrei geschickt haben, mit der Mitteilung, dass der Text im kommenden Frühjahr in einem neuen Buch von Ihnen im Verlag Aisthesis erscheinen wird. […] das ist ein hervorragender Text, der aus einem tiefen zentralen Verstehen heraus geschrieben ist und alle Aspekte und Details der Geschichte so leicht und organisch zusammenfügt, wie ich es auch beim Schreiben des Textes erlebt habe. […] Ihre Interpretation stellte sich mir als Metamorphose und neue Gestaltwerdung meiner Novelle dar.“
Dieter Wellershoff, Brief vom 19. Januar 2011.

„Die komparatistische Studie geht von der plausiblen Annahme aus, dass die christlich geprägten Todesbilder […] ihre Verbindlichkeit in der Moderne weitgehend eingebüßt haben. Vor diesem Hintergrund möchte Sill ermitteln, auf welche Weise sich die seit Beginn der 1990er Jahre erschienene Erzählliteratur darum bemüht, das Leben in seiner Endlichkeit zu begreifen und zu deuten. […] Indes wird rasch deutlich, dass sich der Band des habilitierten Germanisten nicht primär an ein Fachpublikum richtet: Mitunter schlägt Sill einen sehr persönlichen Ton an […]. Gleichwohl werden Literaturwissenschaftler(innen) von seinen Analysen profitieren können, die das Verständnis der untersuchten Texte nicht zuletzt dadurch befördern, dass sie ihre vielfältigen intertextuellen Verflechtungen aufdecken.“
Stefan Hermes, in: Germanistik, Heft 1-2/2011.


Sitte - Sex - Skandal. Die Liebe in der Literatur seit Goethe

Oliver Sill: Sitte - Sex - Skandal. Die Liebe in der Literatur seit Goethe, Aisthesis Verlag, Bielefeld 2009, 213 S.

Goethes literarisches Werk ist in vielerlei Hinsicht stilbildend für die Folgezeit gewesen - so auch sein großer Ehe- oder besser: Ehebruchsroman Die Wahlverwandtschaften von 1809. Wie immer die dargestellten Ehe- und Beziehungskrisen gelöst werden, das Thema beschäftigt die Literatur bis heute. Der Essay spannt einen weiten Bogen vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Am Beispiel einer Reihe höchst unterschiedlicher Prosatexte wird deutlich, wie jede Zeit ihre eigenen Antworten findet auf die alte Frage nach der Liebe zwischen Mann und Frau.
Auf der Homepage des Aisthesis Verlags findet sich eine Leseprobe: www.aisthesis.de

"Zentraler Bezugstext des Essays ist Goethes Ehe(bruch)roman Die Wahlverwandtschaften. Vor der Folie eines Romans, in dem die Sitte als Macht der gesellschaftlichen Ordnung über die Leidenschaft triumphiert, zeichnet Sill die Erosion der institutionsgebundenen Moral nach und analysiert die neuen Hindernisse und Widersprüche der von sozialer Kontrolle befreiten und auf sich selbst gestellten Liebe in der Gegenwart. Kurzinterpretationen von jeweils 2-3 Romanen markieren einzelne Stationen dieses Prozesses; zwischen den Kapiteln behandelt der Verfasser Texte, die Ehe- und Beziehungskrisen thematisieren und in ihrem kontrastiven Bezug zu den Wahlverwandtschaften herausgestellt werden sollen, z.B. Fontanes Effi Briest, Döblins Berlin Alexanderplatz, Wellershoffs Der Liebeswunsch und K. Hackers Die Habenichtse. Sills Essay zielt auf einen größeren Leserkreis und ist dafür durch das Konzept des anschaulichen Vergleichs, durch die hilfreichen Inhaltsangaben der analysierten Werke und die lebendige Prägnanz seiner Sprache bestens geeignet. Der Verfasser sucht jedoch eine noch größere Nähe zum Leser und bringt sich selbst ins Spiel: Er zeigt z.B. Mitleid mit Romanfiguren (‘arme Effi’), hat nach seiner Beschäftigung mit Hera Lind keine Lust, auch noch Ildikó von Kürthy zu lesen, und verabschiedet sich mit einem (unverfänglichen) ‘Also, auf ins Bett!’"
Paul Mog, in: Germanistik, Heft 3-4/2009

"[...] Das andere Werk, von Oliver Sill, ist ein großer Essay, der unter dem Thema Liebe und Skandal den Bogen spannt von GoethesWahlverwandtschaften bis zu neueren Romanen wie Walsers Fliehendes Pferd und Dieter Wellershoffs Liebeswunsch. Auch Werke etwa von Döblin, Böll, Christoph Hein, Hera Lind erscheinen, insgesamt zwanzig an der Zahl. Immer geht es um die Kluft zwischen ‘Sex’ und Sittlichkeit. Der Ehebruch und ähnliche Gebaren des Rebellierens, die bei Goethe nur phantasiert werden, erobern intensiv die Literatur. Dem Essay-Charakter des Buches entsprechend kommt Sill ganz ohne Fußnoten aus. [...] Sehr gut beobachtet Sill, wenn er Fontanes Kreieren als ein ‘Ausleuchten’ der Realität kennzeichnet. Sill hat für alle seine besprochenen Werke Inhaltsangaben beigefügt, so dass sich das Buch im Rahmen seines Liebes-Themas auch als ein Romanführer lesen lässt."
Martin Lowsky, in: Mitteilungen der Theodor Fontane Gesellschaft, Nr. 39 - 12/2010

"Mein Eindruck (wie neulich und entschiedener noch): der ‘alte Sill’, nur freigesetzter und essentieller. [...] Welche Zusammenhänge, welch ein Gewebe führen Sie vor! Und welch ein Lesen provozieren Sie damit! Wie vertraut ist mir dabei alles und wie neu zugleich!"
Hans Geulen, Brief vom 14. Mai 2008

"Es wird ein sehr schönes Buch, und zwar nicht nur für Leute, die die Texte kennen - ich selbst kannte auch nicht alle -, es ist auch ohne sehr spannend."
Birgit Vanderbeke, E-Mail vom 14. Mai 2008

"Ihre Liebeserklärung an all ‘Ihre’ Frauen ist sehr schön und ein wunderbar leichter Schluß."
Birgit Vanderbeke, E-Mail vom 21. Mai 2008

"Ich habe Ihren Text mit Freude und Gewinn gelesen, und es drängt mich, Ihnen gleich zu sagen, wie sehr ich mit Ihrer Arbeit einverstanden bin und Sie dazu beglückwünsche! Ich wüßte nicht ein Detail, an dem ich besserwisserisch herummäkeln könnte, im Gegenteil, ich bin von den Details Ihres Textes beeindruckt und werde daraufhin mein Buch [Fremde Kämpfe] noch einmal lesen: sozusagen mit Ihrer Brille."
Wilhelm Genazino, Brief vom 25. Mai 2003

"Bei der vergleichenden Gegenüberstellung von historisch, moralisch und konzeptuell so unterschiedlichen Texten, wie es Die Wahlverwandtschaften und Der Liebeswunsch sind, kommt der Soziologie eine Schlüsselrolle zu. Dabei haben Sie mit Ulrich Becks Buch über die Risikogesellschaft als Hintergrund der Irritationen und Konflikte eine aktuelle Wahl getroffen, denn Beck schildert die Realität der modernen Gesellschaft als innerlich instabil und zersplittert in die irritierende Vielfalt einander kreuzender und infragestellender subjektiver Perspektiven. Das ist die Situation, an der die Personen im Liebeswunsch scheitern. Jeder denkt, braucht und wünscht etwas anderes und niemand erkennt das Ganze. Das ist in seinen Folgen nicht weniger tragisch als der tödliche Gegensatz von Liebessehnsucht und ehelicher Treue in denWahlverwandtschaften. Ich denke, dass durch die mit vielen Unterschieden und Vergleichbarkeiten aufeinander verweisenden Geschichten eine Übergeschichte entstanden ist, die dem Leser ein komplexeres Verstehen abverlangt."
Dieter Wellershoff, Brief vom 21. Dezember 2010


'Reisen wegwohin' - Prosa-Literatur rumäniendeutscher Autoren zum Thema Migration


Oliver Sill: ‘Reisen wegwohin’ - Prosa-Literatur rumäniendeutscher Autoren zum Thema Migration. in: Georg Weber, Armin Nassehi, Renate Weber-Schlenther, Oliver Sill, Georg Kneer, Gerd Nollmann und Irmhild Saake: Emigration der Siebenbürger Sachsen. Studien zu Ost-West-Wanderungen im 20. Jahrhundert, Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2002, S. 665-864.

Die Studie entstand im Rahmen eines vom Bundesministerium des Inneren geförderten Forschungsprojekts zur Migration von Siebenbürger Sachsen aus Rumänien in die Bundesrepublik Deutschland - ein soziologisches Forschungsprojekt, in dem ich als Literaturwissenschaftler die Aufgabe übernahm, im Rahmen einer separaten Abhandlung der Frage nachzugehen, wie sich die Erfahrung der Migration in der ästhetischen Struktur literarischer Texte rumäniendeutscher Autorinnen und Autoren manifestiert. Seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts ist die rumäniendeutsche Literatur nicht nur ein fester Bestandteil der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, sie ist überdies eng verknüpft mit den Themen Ausreise und Ankunft. Zu nennen sind hier in erster Linie jene drei Autoren, deren Werk in exemplarischen Analysen durchleuchtet wird: Richard Wagner mit seinen Prosatexten Ausreiseantrag und Begrüßungsgeld; Herta Müller mit ihren beiden Erzählungen Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt sowie Reisende auf einem Bein; und schließlich Dieter Schlesak mit seinem Roman Vaterlandstage und die Kunst des Verschwindens.

"Schon Michael Markel kündigte mir an, er habe eine Arbeit von 70 Seiten über mich gelesen: außerordentlich interessante Deutungen der Ich-Du-Er-Struktur meiner Vaterlandstage. - Das ist bescheiden ausgedrückt. Ich habe Ihre Analyse gestern und heute [...], dann einzelne Kapitel Ihrer Arbeit über die beiden Kollegen in einem Zug gelesen [...] - und bin begeistert von der Schlüssigkeit, Genauigkeit und dem Überblick, den Sie gewonnen haben. Vor allem aber, daß meine Angst, die ich jedesmal habe, wenn ich einen Text über mich lese, völlig unbegründet war, Ihre Deutung stimmt mit meiner eigenen Perspektive und Empfindung überein, in keinem Augenblick stellte sich ein Mißton ein, im Gegenteil: die Schärfe der Durchdringung stellt eine Transparenz her, die meine Bücher ‘erhellt’ und für jeden nachvollziehbar ‘ordnet’, das Zusammenhangssystem erläutert, wie ich es niemals von jemandem erwartet hätte, der nicht selber in mir drinsteckt und von den Geheimnissen meiner ‘Projektionen’ und Erfahrungen weiß [...]."
Dieter Schlesak, Brief vom 28. Juni 1998

"Ganz herzlichen Dank für die Übersendung Ihrer Studie. Ich kann mir gut vorstellen, wieviel Mühe sie gemacht haben muß. Die Bücher von Richard Wagner & Herta Müller (Schlesak kenne ich noch nicht) habe ich immer sehr geschätzt, & ich denke mir, daß sie in Ihren genauen Analysen gewiß zu ihrem Recht kommen werden - ich kann da ja aus Erfahrung sprechen!"
W.G. Sebald, Brief vom 8. August 1998


Der Kreis des Lesens. Eine Wanderung durch die europäische Moderne

Oliver Sill: Der Kreis des Lesens. Eine Wanderung durch die europäische Moderne, Aisthesis Verlag, Bielefeld 2001, 247 S.

Parallel zur Habilitationsschrift formte sich allmählich mein Kreis des Lesens, in dem die Literatur selbst und nicht ihre theoretische Erfassung im Mittelpunkt steht. Wie jeder weiß, beziehen sich literarische Texte wechselseitig aufeinander (Intertextualität). Wenn dem aber so ist, dann erweist es sich als wenig sinnvoll, sie streng am Faden der Chronologie aufzureihen oder nach Nationalliteraturen zu ordnen. In ihrer Gesamtheit gleicht die Literatur eher einer unermeßlich weiten Landschaft, in der der Leser, Bezüge herstellend, frei umherwandern kann. Also darf er auch eine Rundwanderung unternehmen, auf der zuletzt wieder jene Texte in den Blick gelangen, von denen sie ihren Ausgang nahm. Zentrale Themen und Motive menschlichen Daseins wie Lieb oder Sprache, Spiel oder Todgeben der in diesem Buch vorgestellten Wanderung durch die europäische Literatur die Richtung vor. Und es ist klar, daß darin meine eigenen Interessenschwerpunkte und - nicht zuletzt - meine Vorliebe für bestimmte Autoren und Texte zum Ausdruck kommen. Und so reicht das Spektrum besichtigter Texte von Goethes Wahlverwandtschaften bis Wolfgang Hildesheimers Marbot, von W.G. Sebalds Die Ausgewanderten bis Gontscharows Oblomow, von Herta Müllers Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt, bis Brigitte Kronauers Die Frau in den Kissen, vonDornröschen bis Birgit Vanderbekes Alberta empfängt einen Liebhaber, von Platons Phaidon bis zur Autobiographie von Rudolf Höß, dem Kommandanten von Auschwitz.

"Der Begriff der Intertextualität ist oftmals bloß ein Alias für die Bibliothek. Auch hier stehen zwar Texte zwischen Texten, doch das Grundrauschen des Diskursuniversums ist dem Holz des Bücherregals nicht abzulauschen. Da mutet es ein wenig hochtrabend an, wenn ein professioneller Leser sein persönliches Lektüreprogramm moderner Texte als ‘meine Wanderung durch den unendlichen Text’ ausschildert [...]. Dabei wäre es gerade der Mut zur Auswahl, den der Germanist Oliver Sill in seinem Essayband Der Kreis des Lesens ausspielen könnte. Denn anstatt in der unermeßlichen Bibliothek von Babel zu stöbern, hört Sill in seinen sehr textnahen Untersuchungen den geheimen Funkverkehr zwischen Einzeltexten ab.
Den Ausgangspunkt für den Lektüreparcous bildet einmal mehr das Rimbaudsche ‘Ich ist ein anderer’ als Grundbekenntnis moderner Ästhetik. [...] Da die Problematisierung des Ich besonders in der Gattung der Autobiographie durchschlägt, richtet Sill sein Augenmerk auf die Grenzbereiche zwischen Text und Leben. Am Anfang und am Ende des Buches stehen W.G. Sebalds scheinbar biographische ErzählungenDie Ausgewanderten. Deren Intertexte - von Kafka über Nabokov bis hin zu Hildesheimers fiktiver Biographie - dienen als geschickt eingebaute Geheimtüren, die aus dem Raum des Authentischen in die Zimmerfluchten der Fiktionalität hinüberführen.
Durchblicke ergeben sich vor allem dort, wo Sill ganz heterogene Folien übereinanderlegt - beispielsweise Canettis Die gerettete Zunge und Grimmelshausens Simplicissimus. Die interessanteste, weil riskanteste Konstellation stellt die Parallellektüre von Imre Kertész’ Roman eines Schicksallosen mit der Autobiographie des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß dar: Während Höß seine heillose Verstrickung in die Lagerordnung nachträglich mit Sinn auflädt, verweigert Kertész jede Rückbindung der Binnenperspektive an eine allwissende Erzählinstanz. Manchmal ist die größtmögliche Distanz zwischen zwei Büchern ein guter Grund, sie nebeneinander zu postieren."
aros, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Juli 2001

"Ein Gespenst geht um in den Literaturwissenschaften: die Intertextualität [...]. Daß es sich hierbei durchaus um mehr denn ein neues Paradigma, um mehr als eine vorübergehende Modeerscheinung der methodengebeutelten Philologien handeln kann, beweisen Sills kluge Beobachtungen zu Texten etwa von W.G. Sebald, B. Vanderbeke, H. Müller oder B. Kronauer, die der Leser Sill auf andere kanonische ebenso wie diskreditierte Texte [...] zu beziehen weiß und [...] miteinander ins Gespräch zu bringen versteht. Literatur - damit steht er in bester Tradition - ist ihm ein Spiel, in dem bestenfalls die (soziale) Zeitordnung ihre Geltung und Gültigkeit einbüßt. Das Lesen, so Sill in seinem Nachwort, gleicht einer Wanderung, auf der man der ‘voranschreitenden Zeit für eine Weile’ entkommen kann, um schließlich auf neue Wahrnehmungsangebote [...] zu stoßen."
Werner Jung, in: Germanistik, Heft 3-4/2001

"Um es gleich zu sagen: Ich bin sehr davon angetan, ohne irgendeine Einschränkung! Einmal davon abgesehen, daß Sie das Ganze so ‘leicht’ und schlüssig darstellen [...], freut mich besonders, wie gründlich, präzise Sie das Darzulegende im Detail ausführen [...]; vor allem auch, wie Sie belegen (nebenbei), daß es sich keineswegs um ein assoziatives Rumgehopse handelt, sondern eben um ausprobierte Identitätswechsel. Und natürlich: Die Gesamtperspektive, die absolut ins Zentrum meines Schreibens geht, was für mich, als Autorin, bedeutet: Es ist also erkennbar im (aus dem) Text, jedenfalls in glücklichen Fällen wie diesem."
Brigitte Kronauer, Brief vom 23. Juli 1992

"Dank nochmal für Ihren schönen Text zur Kissenfrau!"
Brigitte Kronauer, Brief vom 20. Mai 2001

"Gestern kamen Ihre beiden sehr schönen & genauen Arbeiten hier an, für die ich Ihnen ganz herzlich danke."
W.G. Sebald, Brief vom 17. Februar 1997


Literatur in der funktional differenzierten Gesellschaft. Systemtheoretische Perspektiven auf ein komplexes Phänomen

Oliver Sill: Literatur in der funktional differenzierten Gesellschaft. Systemtheoretische Perspektiven auf ein komplexes Phänomen, Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2001. 275 S.

Galt mein Interesse im Rahmen der Dissertation vorrangig dem Autobiographischen, so rücken in meiner Habilitationsschrift sämtliche Erscheinungsformen der Literatur in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Läßt sich die Literatur, so die leitende Fragestellung, in all ihren Ausprägungen als eigenständiges und gegen andere gesellschaftliche Kommunikationsformen abgrenzbares Sozialsystem der modernen Gesellschaft konzipieren? Es ist klar, daß die Suche nach schlüssigen Antworten auf diese Frage sich ins Grenzgebiet von Soziologie und Literaturwissenschaft vorwagen muß. Dabei dienen die Theorie sozialer Systeme nach Niklas Luhmann und die Fiktionstheorie des Anglisten Wolfgang Iser als die entscheidenden theoretischen Bezugsfolien. Es geht in dieser Studie mithin um Interdisziplinarität, genauer: um die wechselseitige Anschlußfähigkeit von soziologischer Gesellschaftstheorie und literaturwissenschaftlichen Theoriebeständen - kein leichtes Feld also, auf dem Überblick zu gewinnen allemal wichtiger erscheint als voreilige Antworten von scheinbarer Evidenz zu liefern.

"Die Klarheit und Präzision der Argumentation ist überzeugend und das theoretische Niveau der Auseinandersetzung durchweg ausgezeichnet. Ich habe selten eine solch präzise und gut lesbare Darstellung der Systemtheorie gesehen und auch die Darstellung der anderen theoretischen Ansätze ist von ungewöhnlicher Dichte und Qualität."
Bernd Stiegler, Wissenschaftslektorat Suhrkamp Verlag, Brief vom 21. Dezember 1999

"Diese Abhandlung [...] bemüht sich darum, einen Dialog zwischen der Systemtheorie (in ihren verschiedenen Schattierungen) und den hermeneutisch orientierten Literaturwissenschaften herzustellen, einerseits, um die Bereicherung, die eine systemtheoretisch verfaßte Soziologie darstellt, für die Philologie zu annoncieren, andererseits aber auch, um [...] die Systemtheorie ihrerseits auf die eigenen blinden Flecke aufmerksam zu machen. Minutiös arbeitet dabei Sill in zwei Teilen und vier Kapiteln nach einer Bestandsaufnahme und Durchsicht literatursoziologischer Ansätze (Teil 1) und einer Beschäftigung mit Luhmanns Grundbegriffen samt Überlegungen zum System Kunst das innovative Potential der Systemtheorie (Teil 2) heraus, vergißt am Ende aber auch nicht, die Monita, die er vor allem im ästhetischen Bereich verortet (etwa bei der Frage nach der Literarizität von Texten), zu erwähnen."
Werner Jung, in: Germanistik, Heft 3-4/2001

"Die Arbeit besticht durch ein hohes Potential an kritischen Informationen und zeigt unerwartete Querverbindungen zwischen verschiedenen Theoriesequenzen auf. Obwohl der ausführliche theoriegeschichtliche Vorlauf stellenweise von der Entfaltung der Zentralthese abzulenken und die Argumentationslinien zu überwuchern scheint, bilden die kritische Rekonstruktion der Theoriegeschichte von Literatursoziologie und Systemtheorie und die am Ende konsequente theoretische Innovation eine alles in allem anregende Allianz."
Hauke Wandhoff, in: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur.
Online (24.09.2002)

"Oliver Sill hat ein in vielfacher Hinsicht bemerkenswertes Werk vorgelegt. In seiner offiziellen Eigenschaft als (Duisburger) Habilitationsschrift treibt es die Profilierung seines vor allem im Untertitel subtil justierten Themas kräftig voran. Lesen kann man das Buch aber auch als eine immer beispielhaft klare Einführung in die geschichtliche wie sachliche Logik einer Entwicklung von der Literatursoziologie zu Systemtheorien von Kunst und Literatur und, in einer ebenso neuartigen wie fruchtbaren Wendung, in die Konfrontation dieser Entwicklung mit literaturwissenschaftlichen Theoriebeständen. In dieser Hinsicht hat sich Sill zu Recht vor allem auf die Indienstnahme von Wolfgang Isers Wirkungsästhetik und Literaturanthropologie verlegt. [...] Sill betreibt daher keine Systemtheorie [...]. Er benutzt ihre perspektivischen Varianten, um, im Kontrast wie im Verbund mit den Iserschen Begriffen des Realen, Fiktiven und Imaginären, die Grenzen systemtheoretischer Beobachter- und System-Logik kontrolliert zu überschreiten. Mit den Iserschen Begriffen bringt Sill eine Dynamik in Textlandschaften und deren Beobachtungsverhältnisse jenseits von Interpretation, Hermeneutik und Systemtheorie, die ihrerseits beobachtet werden will."
K. Ludwig Pfeiffer, in: Poetica, Heft 3-4/2003

"Zunächst darf ich Ihnen sagen, daß ich mich in Ihrer Darstellung in einer Weise repräsentiert und verstanden fühle, wie sonst nirgendwo. Insofern habe ich natürlich bei der Lektüre die Genugtuung darüber empfunden, daß meine Überlegungen zum Fiktionsproblem auch in anderen Zusammenhängen als den von mir verfolgten von Relevanz sein können. In mancher Hinsicht haben Sie auch Konsequenzen gezogen, die für mich so nicht im Blick standen. Das gilt besonders für das Kapitel über ‘Strukturelle Koppelung’, in dem Sie das Imaginäre als die eigentliche Verschränkungskomponente sehr überzeugend herausgearbeitet haben. In dieser Hinsicht hätte ich Ihre Arbeit schon früher lesen müssen, da ich mich mit diesem Problem in einem gerade erschienenen Buch über Interpretation etwas abgemüht habe. In jenem Schleiermacherschen Sinne also haben Sie mich bisweilen besser verstanden, als ich es von mir sagen kann.
Vor allem findet die Grundtendenz Ihrer Argumentation meine uneingeschränkte Sympathie, indem Sie die normativen Reste einer sich funktionalistisch verstehenden Systemtheorie freilegen, um dadurch jene Stellen zu markieren, wo diese aufhört anschlußfähig zu sein. [...]
Nun kam es Ihnen gewiß nicht in erster Linie darauf an, meine Position gegenüber der Systemtheorie stark zu machen, sondern eher darauf zu zeigen, wie unreflektierte Normen zwangsläufig Begrenzungen setzen. Das haben Sie auch in Ihrer einleitenden Kritik an den sich wechselseitig bestreitenden Theorien zur Literatur deutlich gemacht. Diese Ausgangsüberlegung ermöglicht es dann auch, Ihre Zentralthese zu entfalten, mit der ich mich in völliger Übereinstimmung weiß. Denn statt der Unvereinbarkeit theoretischer Voraussetzungen gilt es, wie Sie es zu Recht entwickeln, Anschlüsse unter den Entwürfen herzustellen, um das Teilsystem Kunst sowohl in seiner Eigenheit wie auch in seiner Funktion für den gesellschaftlichen Zusammenhang zu verorten. Dadurch wird das Kunstphänomen nicht unter andere Bezugsraster subsumiert [...], sondern als ein System präsentiert, das auch in operationaler Hinsicht die Systemtheorie reicher instrumentiert.. Denn die Struktur der Beobachterverhältnisse, wie Sie sie detaillieren, gibt dem Teilsystem Kunst jene Besonderheit, durch das es sich von den anderwärts herrschenden Strukturen unterscheidet.
Auch in methodischer Hinsicht erscheint es mir als sinnvoll, mögliche Ankoppelungen von Theorien aufzuspüren. Denn das erweist sich als ein Konzept, das der Konturierung der untersuchten Phänomene dient und damit das Verhältnis von Theorie und Sachverhalt in die angemessene Relation bringt. Da ich mich gelegentlich gewisser systemtheoretischer Ansichten bediene, war es für mich aufschlußreich, von Ihnen gezeigt zu bekommen, wie manche meiner Überlegungen Reparaturleistungen der Systemtheorie erbringen können."
Wolfgang Iser, Brief vom 24. Dezember 1999


Zerbrochene Spiegel. Studien zur Theorie und Praxis modernen autobiographischen Erzählens

Oliver Sill: Zerbrochene Spiegel. Studien zur Theorie und Praxis modernen autobiographischen Erzählens, Verlag Walter de Gruyter, Berlin und New York 1991. 537 S. (Quellen und Forschungen zur Sprach- und Kulturgeschichte der germanischen Völker, Neue Folge 98 [222].)

Die Studie beschäftigt sich in Teil I mit den erzähltheoretischen und literaturgeschichtlichen Voraussetzungen literarischer Selbstdarstellung im 20. Jahrhundert. Am Beispiel von sechs autobiographischen Werken der siebziger Jahre wird in Teil II der Nachweis erbracht, daß sich die Vielfalt der Darstellungstechniken jedem gattungstheoretischen Zugriff entzieht. Das Autobiographische bildet nur mehr eine Komponente im weiten Spektrum modernen Erzählens.

"Eine Münsteraner Dissertation von stupender Belesenheit und Eloquenz ist hier anzuzeigen: Ihr Verfasser geht von der - häufiger diagnostizierten - ‘Konjunktur autobiographischen Erzählens’ seit den frühen 70er Jahren aus und versucht dann - in aller Bescheidenheit - dafür Gründe zu nennen. Doch weitet sich die Perspektive nicht nur zu einer umfassenden Analyse gattungs- und erzähltheoretischer sowie ästhetischer Überlegungen zur Autobiographie aus, die am Ende allesamt als fragwürdig eingestuft werden (vgl. Teil I), sondern auch zu luziden Einzelinterpretationen von so unterschiedlichen Texten wie Elias Canettis Gerettete Zunge und Curd Jürgens’ ...und kein bißchen weise, Peter Schneiders Lenz und Urs Jaeggis Brandeis, schließlich Peter Härtlings Zwettl und Helga M. Novaks Die Eisheiligen (vgl. Teil II); hinzu kommen noch einläßlichere Hinweise u.a. auf Wolfgang Koeppen, Christa Wolf, Walter Benjamin und Ernst Toller. Entlang der These, wonach das Autobiographische als Komponente im Spektrum modernen Erzählens gesehen werden muß [...], argumentiert Sill vor allem vehement gegen das überstrapazierte Muster der Goetheschen Autobiographik, die in einem Zeitalter der Zerrissenheit, wie der Verfasser unter Rückgriff auf den jungen Lukács und die frühe Kritische Theorie formuliert, in einer Zeit auch der ‘Ratlosigkeit des sich erinnernden Ichs’ völlig anachronistisch geworden ist. Statt dessen plädiert er dafür, das autobiographische Werk als ‘Modellierung des Autor-Ichs und der von ihm erlebten historisch-gesellschaftlichen Wirklichkeit’ zu deuten - in aller Kontingenz, Brüchigkeit und Alinearität."
Werner Jung, in: Germanistik, Heft 1/1992

"Zunächst wäre ganz prinzipiell festzustellen, gleichgültig, welche Einwände man auch gegen Oliver Sills voluminöse, manchmal sicherlich ans Pedantische grenzende Argumente zur Geschichte der modernen deutschen Autobiographie, speziell der siebziger Jahre, vorzubringen haben mag, daß das von ihm auf über 500 Seiten Gebotene seine unwiderlegliche Schlüssigkeit besitzt und somit als Meilenstein in der Forschungsgeschichte zu gelten hat. Um ein Beträchtliches überragt sie die an eine Dissertation rechtlich zu stellenden Erwartungen. Abgesehen von den musterhaft durchgeführten Einzelanalysen, besteht ihr Verdienst vor allem darin, die gängige, sich zumeist immer noch an der Mustern der Goethe-Zeit orientierende Autobiographie-Forschung in ihre Schranken gewiesen zu haben, indem der Verfasser zeigen konnte, daß die herkömmlichen Gattungsvorstellungen auf die jüngste Literatur nicht mehr anwendbar sind. [...] Sill also bündelt seine sechs sehr eingehenden, man kann schon sagen: etwas reichlich weitschweifig analysierten Autoren zu Gruppen von je zwei Autobiographien. [...] Dies aber sei ebenfalls zugegeben: gerade diese Weitschweifigkeit macht den Reiz des Sillschen Buches aus. Man muß schon so gut schreiben können wie er, wenn der Leser ihm so gerne auf seinen weiten Wegen folgt."
Wolfgang Paulsen, in: Colloquia Germanica, Heft 1/1992

"Oliver Sill does exactly what he untertakes in his extensive study of recent [West] German autobiographical literature: in Zerbrochene Spiegel, the short form of his dissertation (Münster, 1989), he demonstrates that genre theory about autobiographical writing is insufficient to the task of describing and illuminating the actual body of autobiographical literature. He also proposes that only through an exegesis of literary structure can a descriptive and useful definition of autobiographical writing be essayed. [...] The value of this study lies in its consistently thoughtful examination of the autbiographical works rather than in the framing discussion of theory (although the section on theory is a treasure trove of a bibliography). I was especially impressed with the last exegesis, that of the difficult novel Die Eisheiligen. The author makes very good use of his technique of counting dates and correlating lengths of passages toward elevating Novaks’s telltale slips and elipses in narrating trauma. This was exemplary."
Stephanie G. Ortega, in: Monatshefte, Heft 3/1993

"Es mag sich übertrieben anhören, doch ich meine, Sie haben bisher am genauesten und im Nachweis am triftigsten vorgeführt, nach welchen Mustern und Methoden ich zu erinnern versuche, das heißt: Erinnerung schreibe."
Peter Härtling, Brief vom 21. Januar 1989

 

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